Makeni
Makeni ist die Provinzhauptstadt der Nordprovinz und des Bomalidistrikts und liegt etwa 120 km von Freetown entfernt. Sie hat knapp 100 000 Einwohner.
Die Treffen finden in einer kleinen, neu gebauten Kirche statt, die als Soforthilfe Plastikplanen für das sehr durchlässige Dach brauchte.
Wie in den meisten andern der von MhM geförderten Gruppen gab es auch hier Zuschüsse für Batikkurse und Anschubfinanzierungen für Weben, Perlensticken und andere Fertigkeiten.
Leiterin der Gruppe ist Fatmata Koroma. Wir lernten sie auf den Reisen 2004 und ’06 kennen, als sie noch in Freetown in einer Blechhütte lebte, bei der es durchs Dach regnete. Sie hatte zu der Zeit eine Müttergruppe im Flüchtlingslager in Grafton gegründet und mit großem Elan geführt. Mitte 2007 zog sie mit ihren drei Kinder, durch einen Todesfall bedingt, in ihre Heimatstadt Makeni zurück. Ein viertes Kind ist ihr quasi „zugelaufen“. Sie lebt nun in einem Steinhaus, sogar mit einer überdachten Veranda. Zwei Räume sind bewohnbar. Kaum angekommen, gründete die kleine, vor Energie strotzende Frau erneut eine Müttergruppe, eine weitere kam bald in Magbenthe hinzu.
Da Fatmata sich sehr einsetzt, zwischen beiden Orten pendelt und auch vier Kinder zu versorgen hat, war ihr sehnlichster Wunsch eine kerosinbetriebene Tiefkühltruhe, damit sie den Lebensunterhalt durch den Verkauf von gekühltem Wasser bestreiten kann. Dieser Wunsch konnte durch Mütter helfen Müttern erfüllt werden.
Für dieses Projekt spenden.


