Hannelore Lehmann

Hannelore Lehmann

Mein Name ist Hannelore Lehmann, ich wurde 1950 in Berlin geboren und wohne jetzt in Hohenborn, mitten im Wald in der Nähe von Kassel. Ich arbeite als Kauffrau im Büro. Mit meinem Mann Martin habe ich 5 erwachsene Kinder. Wir sind Mitglieder im Jesus-Cetrum-Kassel. Seit 1999 lerne ich Sierra Leone immer besser kennen. Seit 2004 war ich dreimal dort und freue mich an der wachsenden Freundschaft und dem Vertrauen zu den Müttern dort. In unserem Verein bin ich für die Finanzen und ein bißchen für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig.

Uschi Müller

  • Geboren 1957, seit ‘76 verheiratet
  • erste Ehejahre in einer christlichen Wohngemeinschaft mit gut 20 Bewohnern
Uschi Müller
  • zu unsern drei leiblichen Kindern im Laufe der Zeit fünf weitere angenommen, inzwischen lebt nur noch der Jüngste bei uns
  • vorübergehend wohnten viele Menschen in verschiedenen Notlagen bei uns
  • langjährige Zusammenarbeit mit meinem Mann in verschiedenen Gemeindebereichen und bei Eheseminaren
  • Diplompädagogin
  • Meine Hobbies: lesen, Geige spielen, lesen, radfahren, lesen, backen…
  • 2006 zu „Mütter helfen Müttern“ gestoßen
  • Reisen nach Sierra Leone: April ’06 und Januar ‘08

Mein Schwerpunkt bei „Mütter helfen Müttern“ ist der Aufbau von persönlichen Beziehungen, die Kontaktpflege (v.a.) zu den Frauen in Sierra Leone und hier im Land. So möchte ich die Liebe und Wertschätzung, die ich bei Gott erlebt habe, weitergeben.

Dagmar Kugler

Mein Name ist Dagmar Kugler, ich bin am 16.12.1949 in Göttingen geboren, also 58 Jahre alt. Ich bin mit 7 Geschwistern in einem Arzthaushalt im Rheinland aufgewachsen. Nach dem Abitur studierte ich an der FHSS Aachen Sozialarbeit und arbeitete anschließend in einem Kinderhort in Kreuzberg, dann 4 Jahre im Krankenhaus Neukölln. Während der Ausbildung hatte ich auch Praktika im Bereich Obdachlosenarbeit, Familienfürsorge und Jugendgerichtshilfe.

Dagmar Kugler

1980 heiratete ich Reinhard Kugler. Mein Mann ist Maschinenbauingenieur und seit 81 bei Siemens tätig. Er unterstützt mich zunehmend mehr bei meiner Arbeit für „Mütter helfen Müttern.“

Als Mutter und Hausfrau erzog ich von 1980 bis heute 6 eigene Söhne. Mein ältester Sohn Andreas erlitt 1981 einen Unfall, nach dem er schwer behindert war: ein Bein musste amputiert werden, das andere war schwer verletzt. Meine Erfahrungen mit dieser Situation haben wesentlich zu der Entstehung von „Mütter helfen Müttern“ beigetragen. Seit 2007 bin ich Mitglied der landeskirchlichen Gemeinschaft Salem.

1999 gründeten Reinhard und ich gemeinsam mit Freunden den Verein Christliche Lebenshilfe e.V., der heute als gemeinnützig anerkannt und Mitglied des Diakonischen Werkes ist.

Nov. 2004 kaufte die Christliche Lebenshilfe e.V. ein großes Mietshaus in Teltow. Seit 2005 leben wir als Familie – heute nur noch mit unserem jüngsten Sohn Robert dort in einer christlichen Lebensgemeinschaft.

Mein Schwerpunkt ist: Verfassen von Texten, Hilfen für Behinderte, Vermitteln von Puppenbau und Puppenspielen, Freundschaften.



„Mütter helfen Müttern“

Von der Idee zur Umsetzung

Die Idee

Im Jahr 2003 kam eine Freundin nach dem Gottesdienst unserer Kirchengemeinde auf mich zu und bat mich, etwas für die Rehabilitierung von Kindern aus Sierra Leone zu tun. Ich wusste nichts über dieses Land und so informierte sie mich, dass in Sierra Leone von 1991-2002 ein Bürgerkrieg herrschte. In diesen Auseinandersetzungen wurden vielen Menschen Hände oder Füße abgehackt, um die Seite des Gegners zu demoralisieren. Auch Kinder und Säuglinge wurden nicht verschont.

Die Freundin fragte mich, ob ich als Mutter eines amputierten Sohnes (Ich habe sechs Söhne. Meinem ältesten Sohn Andreas wurde nach einem Feuerunfall als Kleinkind das rechte Bein amputiert) meine eigenen Erfahrungen mit der Erziehung meines Kindes und auch meine Ausbildung als Sozialarbeiterin einsetzen könnte. In ähnlicher Weise sprach sie meine Freundinnen Hannelore Lehmann und Uschi Müller an. Sie bat uns ein Konzept für die Rehabilitation amputierter Kinder aus Sierra Leone zu erarbeiten. Die Versorgung sollte dabei in Deutschland gewährleistet werden, da eine Rehabilitation in Sierra Leone nicht möglich war. Die entsprechenden Einrichtungen waren durch den Krieg zerstört worden.

Diese Rehabilitation konnte aus organisatorischen Gründen nicht realisiert werden.

Wir Mütter konnten aber die Kinder aus Sierra Leone nicht vergessen.

Durch Gebet und gemeinsame Gespräche wurde schließlich eine Idee geboren. Doch was konnten drei weiße Frauen unternehmen, die noch nie in Sierra Leone waren und keinerlei Kontakte vor Ort hatten? Wir begründeten das Projekt „Mütter helfen Müttern“. Wir wollten gezielt die Mütter unterstützen, um so auch deren Kindern helfen zu können.Wir stellten uns eine 1:1 Beziehung vor, bei der eine Mutter aus Deutschland eine Mutter aus Sierra Leone finanziell, aber auch im persönlichen Austausch und im Gebet unterstützt; ihrerseits aber auch durch Gespräch und Gebet von der Mutter aus Sierra Leone unterstützt wird. Die Idee war geboren. Aber wie sollte die Umsetzung geschehen?

Die Umsetzung

Bei der Umsetzung der 1:1 – Beziehung sahen wir die begrenzten Möglichkeiten der Frauen in Sierra Leone, wie mangelnde Schreib- und Lesefähigkeit, geringe Englischkenntnisse, kaum Kontakte zu Kommunikationsmitteln wie Telefon und Internet. Daher unterstützen wir jetzt Müttergruppen, und haben zu den Leiterinnen der Gruppen besondere Kontakte über Dr. Bell, der für uns die administrativen Aufgaben zusammen mit seinem Büromitarbeiter in Sierra Leone übernimmt.

Wir beschlossen, selbst Kontakte zu Müttern in Sierra Leone zu suchen. Über verschiedene Stationen lernten wir nach einiger Zeit Dr.Bell kennen. Dr. Bell hatte in Deutschland Medizin studiert, war in Leer als Gynäkologe an einem Krankenhaus tätig, ist aber nach einigen Jahren nach Freetown, Sierra Leone, zurückgekehrt, um in seinem Heimatland den Aufbau nach dem Krieg zu fördern. Er hat in Freetown ein Hospital aufgebaut und eine gemeinnützige Organisation gegründet, “Love-One-Another“, weil Gott ihm gezeigt hatte, dass es in seinem Heimatland vor allem an Liebe fehlt. Im Jahr 2004 besuchten wir Dr.Bell zum ersten Mal. Die Love-One-Another- Gruppen bestehen vorwiegend aus jungen Müttern, so dass wir nicht nur einzelne Kontakte zu Müttern bekamen, sondern eine fertige, funktionierende Gruppenstruktur von Müttern aus Sierra Leone vorfanden. Diesen Frauen wiederum mangelte es genau an der Unterstützung, die wir geben wollten. Dass „Mütter helfen Müttern“ und Love-One–Another zusammenfanden, kann ich nur als eine Führung Gottes sehen. Alles war so genau passend. Und zum richtigen Moment.

Bei diesem Besuch sahen wir auch extremes Elend. Wir waren erschüttert vom totalen Mangel in den Krankenhäusern, von Dreck und Schrott überall. Wir sahen viele amputierte Menschen und sehr viele gesunde Kinder und Jugendliche auf den Strassen. In den Schulklassen, die wir besuchten, waren 50-100 Kinder. Seit diesem Besuch arbeiten wir eng mit Dr. Bell und seiner Frau Valerie zusammen. Unsere finanziellen Aktionen und auch die Gestaltung unserer Besuche in Sierra Leone laufen über sie.

Inzwischen unterstützen uns in Deutschland zwei Gruppen mit zusammen etwa 12 – 15 Frauen, ebenso unsere Familien. Dem stehen in Sierra Leone sechs Gruppen von Müttern mit ca. 120 Mitgliedern gegenüber.

Die aktuelle Entwicklung des Projekts

Wir haben in den vergangenen drei Jahren fünf Besuche (auf eigene Kosten) in Sierra Leone gemacht und lernen das Land immer besser kennen. Vor allem mit den Leiterinnen der Frauengruppen in Sierra Leone haben wir inzwischen regen Kontakt über Telefongespräche und E-Mails. Wir geben Spenden und Mikrokredite in die Gruppen. Welche der Frauen einen Mikrokredit erhalten, wird in einem Komitee zusammen mit den beteiligten Müttern in Rücksprache mit uns bestimmt.

Die großen Reichtümer haben wir Mütter hier alle nicht, aber das, was wir haben, wird so wirkungsvoll wie möglich eingesetzt. Mit kleinen Spenden konnten wir den meisten Gruppen ermöglichen, Arbeitsmaterial für gemeinsame Arbeitsgruppen anzuschaffen, Farben für Batik, Schüsseln zum Backen, Nähmaschine zum Schneidern. Auch einzelne Frauen in besonders schwierigen Situationen haben wir unterstützt. Wir können sehr gezielt helfen, weil wir die Mütter, denen wir helfen, persönlich kennen und sie besuchen.

Wir haben von Anfang an auf Gottes Hilfe bei unserem Projekt vertraut und haben sie schon in erstaunlichem Ausmaß erlebt.

Wie Sie uns helfen können!

Jetzt brauchen wir vor allem Mütter in Deutschland, die mitmachen.

Wie Sie uns helfen können:

  • Müttergruppen, z.B. aus Gemeinden, die zusammen beten für die Mütter In Sierra Leone, eine Gruppe als „Paten“ übernehmen und für deren Bedürfnisse beten und Spenden sammeln.
  • Menschen, die spenden. Wir garantieren, dass die Spenden ankommen und 100% den Müttern in Sierra Leone zufließen. Reisekosten und Verwaltungskosten tragen wir selbst.
  • Mütter, die Tretnähmaschinen, mechanische Schreibmaschinen, funktionierende alte Computer, Stützen und Rollstühle sammeln für einen Containertransport, auch funktionierendes mechanisches Handwerkszeug und Kleidung.

Es ist möglich, die Mütter in Sierra Leone kennen zu lernen. Wenn einige Frauen das möchten, werden wir im nächsten Jahr eine Gruppenreise dorthin organisieren. Die Reisekosten tragen die Teilnehmerinnen selbst, auch mit Anstrengung und Unbequemlichkeit muss gerechnet werden, gefährlich ist die Reise aber nicht.

Copyright © 2008 by Christliche Lebenshilfe e.V.

zuletzt aktualisiert am: 09.04.2010